Was bleibt dir
als Berufsbetreuer wirklich?
Die meisten VBVG-Rechner zeigen dir Pauschalen und Brutto-Hochrechnungen. Wir ziehen Betriebsausgaben, Einkommensteuer und Sozialversicherung ab — und zeigen, was monatlich auf deinem Konto landet.
Vier Schieber. Ein realistisches Netto-Gehalt.
Verschiebe die Slider — die Zahlen rechts aktualisieren sich live. Alle Pauschalen nach VBVG 2026, Steuer und Sozialversicherung nach aktuellem Stand für Selbstständige.
Stufe 2 setzt einen Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation voraus.
- Betriebsausgaben pauschal 25 %
- Vom Umsatz gehen pauschal 25 % für Büro, Fahrtkosten, Versicherungen, Fortbildung und Steuerberatung ab. Wie hoch deine Kosten wirklich sind, hängt stark davon ab, ob du ein Büro mietest und Personal beschäftigst.
- Betreuungsdauer: 20 % neu, 80 % laufend
- Wir unterstellen, dass 20 % deiner Betreuungen im ersten Betreuungsjahr laufen und deshalb die höhere Anfangspauschale bringen, während 80 % schon länger bestehen und mit der niedrigeren Dauerpauschale ab dem 13. Monat vergütet werden. Wer fast nur langjährige Betreuungen führt, liegt spürbar unter dem angezeigten Wert.
- Steuer: Grundtarif für Alleinstehende
- Einkommensteuer nach dem Grundtarif 2026 zuzüglich Solidaritätszuschlag — ohne Kirchensteuer. Wer Kirchensteuer zahlt, gibt zusätzlich 8 bis 9 % der Einkommensteuer ab. Verheiratete werden gemeinsam veranlagt und kommen auf andere Werte.
- Sozialversicherung: 28 % vom Gewinn
- Darin enthalten sind freiwillig gesetzliche Krankenversicherung (14,6 % plus 1,7 % Zusatzbeitrag), Pflegeversicherung (3,6 %) und eine angenommene Altersvorsorge (8,1 %). Gerechnet wird auf den Gewinn nach Betriebsausgaben, gedeckelt bei 69.750 €. Die Altersvorsorge ist eine Annahme und keine feste Pflicht: Ob selbstständige Berufsbetreuer in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, ist rechtlich umstritten und derzeit Gegenstand eines Gerichtsverfahrens. Wer privat krankenversichert ist oder anders vorsorgt, zahlt andere Beträge.
Was hier noch fehlt: wie lange jede einzelne Betreuung schon läuft, deine tatsächlichen Betriebsausgaben, Kirchensteuer und Familienstand, private statt gesetzliche Krankenversicherung sowie die Zu- und Abgänge im laufenden Jahr. Vier Schieber kommen nah an dein Gehalt heran — treffen kannst du es erst mit deinem echten Bestand. Genau diese Punkte rechnet das Betreuer Cockpit fallgenau durch.
Rechtshinweis: Die Berechnung ist eine unverbindliche Schätzung auf Basis öffentlicher Pauschalen nach VBVG 2026 und der oben genannten Annahmen. Sie bildet deinen konkreten Einzelfall nicht ab. Für eine rechtsverbindliche Auskunft wende dich bitte an deine Steuerberatung.
Brutto ist eine Zahl.
Netto ist deine Realität.
Pauschale × Klienten × 12 — das ist die Rechnung, die dir jeder Wettbewerber zeigt. Was danach passiert, bleibt deine Sorge: Betriebskosten, Einkommensteuer, Krankenkasse, Rentenversicherung. Am Jahresende weißt du dann, was übrig bleibt. Oder auch nicht.
Der Geldfluss zeigt, wohin dein Umsatz wirklich abfließt — und was als Netto bei dir ankommt.
Der Rechner ist der Anfang.
Transparenz ist das Ziel.
Der Rechner oben zeigt eine Schätzung. Das Cockpit arbeitet mit deinen tatsächlichen Zahlen — jeden Tag. Aus Buchhaltung, Bankkonto und Gerichtsabrechnung macht es ein vollständiges Bild deiner Finanzen, mit Prognose für das, was kommt.
Echte Zahlen statt Schätzung
Aus deinen Buchhaltungsdaten rechnet das Cockpit mit den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben. Kein Pauschal-Faktor, keine Annahmen. Was du verdient hast, was du ausgegeben hast.
Buchhaltungssoftware für Berufsbetreuer →Steuer-Frühwarnsystem
Prognose für Einkommensteuer und Vorauszahlungen — bevor das Finanzamt anklopft. Du siehst in jedem Monat, was schon reserviert sein sollte und was frei verfügbar ist.
Liquiditäts-Radar
Gerichte zahlen mit Verzögerung. Das Cockpit zeigt, wann welches Geld wirklich ankommt — und wann es eng werden könnte. Keine Überraschung mehr am 28. des Monats.
Bereit für deine echten Zahlen?
Das Betreuer Cockpit ist in der Beta — du arbeitest schon heute mit echten Zahlen, jederzeit kündbar.
Die größte Umstellung
seit zwanzig Jahren.
Zum 1. Januar 2026 wurde die Vergütung für Berufsbetreuer grundlegend reformiert. Drei Qualifikationstabellen wurden zu zwei Stufen zusammengefasst, die Pauschalen im Schnitt um 12,7 % angehoben und die Fallabstufungen radikal vereinfacht.
Alles zur VBVG-Reform lesenAlle 16 Fallpauschalen
auf einen Blick.
Monatliche Fallpauschalen nach VBVG 2026. Die Pauschale richtet sich nach Qualifikationsstufe, Vermögen, Wohnform und Dauer der Betreuung.
Ohne besondere Qualifikation oder einschlägige Berufserfahrung.
| Vermögen | Wohnform | Anfang | Dauer |
|---|---|---|---|
| Mittellos | andere Wohnform | 247,00 € | 144,00 € |
| stationär | 208,00 € | 98,00 € | |
| Vermögend | andere Wohnform | 325,00 € | 192,00 € |
| stationär | 233,00 € | 115,00 € |
Mit Hochschulabschluss oder vergleichbarer abgeschlossener Ausbildung.
| Vermögen | Wohnform | Anfang | Dauer |
|---|---|---|---|
| Mittellos | andere Wohnform | 324,00 € | 190,00 € |
| stationär | 275,00 € | 130,00 € | |
| Vermögend | andere Wohnform | 427,00 € | 250,00 € |
| stationär | 305,00 € | 155,00 € |
Zeitraum „Anfang“
Die höhere Pauschale gilt für die ersten 12 Monate (das erste Betreuungsjahr). Der Initialaufwand (Bestandsaufnahme, Behördengänge, Grundaufstellung) ist hier größer.
Zeitraum „Dauer“
Ab dem 13. Monat (ab dem zweiten Betreuungsjahr) greift die Dauerpauschale. Niedriger, weil laufende Betreuung effizienter zu führen ist als Ersterfassung.
Mittellosigkeit
Klient gilt als mittellos, wenn der Betreute selbst seine Betreuungskosten nicht tragen kann (§ 1880 BGB). Vergütung kommt dann aus der Staatskasse.
Was zwischen Brutto
und Netto passiert.
Drei Posten bestimmen, was am Monatsende ankommt. Eine kurze Orientierung zu Größenordnungen und Mechanik.
Betriebsausgaben
Büro, Telefon, Software, Fortbildung, Fahrtkosten, Berufshaftpflicht, Steuerberater. Ohne eigenes Büro liegst du eher bei 20 %, mit Büro-Miete und Personal bei 30 %. Der Rechner oben rechnet mit 25 %.
Alle absetzbaren Betriebsausgaben im Detail →Einkommensteuer
Deutscher Grundtarif mit Solidaritätszuschlag ab Freigrenze. Die Steuerlast steigt progressiv — ab 68.480 € zvE greift der Spitzensteuersatz mit 42 %.
Einkommensteuer für Berufsbetreuer →Sozialversicherung
Freiwillig gesetzliche Krankenversicherung 14,6 % + Zusatzbeitrag, Pflegeversicherung 3,6 %, Altersvorsorge. Gedeckelt an der Beitragsbemessungsgrenze ~ 69.750 €.
Sozialversicherung für Selbstständige →Wie sich Portfolio und Netto
wirklich verhalten.
Drei typische Konstellationen, drei sehr unterschiedliche Netto-Ergebnisse. Finde die Situation, die deiner am nächsten kommt.
Beispielrechnungen auf Basis VBVG 2026, Durchschnittspauschalen, 25 % Betriebsausgaben, Grundtarif alleinstehend, freiwillig gesetzliche Sozialversicherung. Unterstellt sind 20 % Betreuungen im ersten Betreuungsjahr; bei überwiegend langjährigen Betreuungen fallen die Werte niedriger aus.
14 Antworten, die du
sonst mühsam googelst.
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Zahlen zu sehen?
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