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BETRIEBSAUSGABEN

Betriebsausgaben als Berufsbetreuer: Was du 2026 absetzen kannst.

KFZ, Homeoffice, Versicherungen, Software, Fortbildung — welche Kosten du als Berufsbetreuer geltend machst, wie viel andere Betreuer ausgeben und was am Ende wirklich übrig bleibt.

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Aktuell für 2026Mit echten BranchenzahlenSKR04-Zuordnung inklusive
Betriebsausgaben-Übersicht
KFZ & Fahrtkosten0 €/Monat
Büro / Homeoffice0 €/Monat
Versicherungen0 €/Monat
Software & IT0 €/Monat
Weitere Posten0 €/Monat
Gesamt Solo-Praxis~0 €/Monat
GRUNDLAGEN

Berufsbetreuer = Freiberufler.
Keine Gewerbesteuer, keine Umsatzsteuer.

Berufsbetreuer erzielen Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit nach § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG. Das hat der Bundesfinanzhof 2010 endgültig geklärt. Für dich bedeutet das: keine Gewerbeanmeldung, keine Gewerbesteuer, keine IHK-Pflicht. Dein Gewinn wird per Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ermittelt — Einnahmen minus Ausgaben, fertig.

Deine Betreuungsleistungen sind außerdem umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr. 16 Buchst. k UStG. Das klingt erstmal gut — aber es bedeutet auch: Du hast keinen Vorsteuerabzug. Jeder Laptop, jede Seminargebühr, jede Softwarelizenz kostet dich brutto. Wenn ein anderer Selbständiger 1.000 € netto für einen Laptop zahlt, zahlst du 1.190 € — und genau diese 1.190 € sind deine Betriebsausgabe.

Im Betreuer Cockpit werden alle Ausgaben automatisch brutto erfasst — du musst dich um die Umsatzsteuer-Logik nicht kümmern.
ALLE POSTEN AUF EINEN BLICK

Was Berufsbetreuer absetzen können — mit echten Branchenzahlen.

Die BdB-Warenkorb-Studie 2022 hat erstmals erhoben, was Betreuungsbüros tatsächlich ausgeben.

KategoriePro Monat▼Pro JahrSKR04Tendenz
Büro / Homeoffice(Mieter)525 €6.300 €6310–6348+19 %
KFZ und Fahrtkosten293 €3.516 €6520–6570+14 %
Versicherungen (betrieblich)266 €3.192 €6400, 6520+22 %
Software und IT110 €1.320 €6837, 6495+39 %
Steuerberater100 €1.200 €6827—
Sonstige (Reinigung, AfA, Aktenvernichtung)100 €1.200 €6330, 6220, 6850—
Fortbildung und Fachliteratur69 €828 €6821, 6820+22 %
Büromaterial64 €768 €6815+15 %
Porto59 €708 €6800+24 %
Telefon und Internet56 €672 €6805, 6810+27 %
Berufsgenossenschaft (BGW)54 €648 €6110+11 %
Verbände (BdB/BVfB/BGT)35 €420 €6420+23 %
Gesamt (Solo-Praxis mit Büro)~1.300 €~15.600 €+19 %

Quelle: BdB-Warenkorb-Studie 2022 (909 Befragte, gewichtete Werte). Versicherungen hier nur betriebliche Policen (VSH, BHV, Rechtsschutz, KFZ-Versicherung). Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sind keine Betriebsausgaben — sie gehören in die Anlage Vorsorgeaufwand. Alle Beträge brutto (kein Vorsteuerabzug).

Alle diese Kategorien sind im Betreuer Cockpit als Ausgabenarten hinterlegt — mit automatischer SKR04-Zuordnung für deine laufende EÜR-Aufstellung.
IM DETAIL

Die vier größten Kostenblöcke — und was du wissen musst.

KFZ & Fahrtkosten

93 Prozent aller Betreuer fahren beruflich — KFZ ist der größte Einzelposten.

Klientenbesuche, Gerichtstermine, Bankgänge, Arztbegleitungen — als Berufsbetreuer bist du viel unterwegs. Die BdB-Befragung zeigt: Im Schnitt 694 Kilometer pro Monat, auf dem Land sogar 862. Allein die Benzinkosten liegen bei 181 € monatlich.

Steuerlich hast du zwei Optionen. Fährst du mit dem Privat-PKW, setzt du 30 Cent pro gefahrenem Kilometer an — Hin- und Rückfahrt. Bei 8.000 dienstlichen Kilometern im Jahr sind das 2.400 € Betriebsausgabe. Nutzt du mehr als die Hälfte deiner Fahrten dienstlich, gehört das Fahrzeug ins Betriebsvermögen — dann rechnest du entweder über die 1-Prozent-Regel oder ein Fahrtenbuch ab.

Seit 2026 gilt die Entfernungspauschale einheitlich bei 38 Cent ab dem ersten Kilometer. Sie greift aber nur, wenn du ein externes Büro hast — für Fahrten dorthin, nicht für Klientenbesuche.

Im Cockpit erfasst du Fahrtkosten als Betriebsausgabe und siehst die Auswirkung direkt in deiner EÜR.
0 km
pro Monat (Ø)
0 €
Benzin/Monat
0 €
Gesamt/Monat
Externes Büro
100 % absetzbar — Miete, Nebenkosten, Strom, Reinigung
525 €/Monat
Häusliches Arbeitszimmer
Anteilige Kosten oder Jahrespauschale
1.260 €/Jahr
Arbeitsecke / Küchentisch
Tagespauschale, max. 1.260 €/Jahr
6 €/Tag
Büro & Homeoffice

Externes Büro oder Arbeitszimmer? Zwei Wege, beide absetzbar.

56 Prozent der Berufsbetreuer mieten ein externes Büro — im Schnitt für 525 € Kaltmiete. Auf dem Land sind es 436 €, in der Großstadt 578 €. Miete, Nebenkosten, Strom und Reinigung sind komplett Betriebsausgabe.

Wer zu Hause arbeitet, hat drei Möglichkeiten: Ist dein Arbeitszimmer ein abgeschlossener Raum und der Mittelpunkt deiner Tätigkeit, kannst du die tatsächlichen anteiligen Kosten absetzen — bei 15 m² in einer 100-m²-Wohnung wären das 15 % deiner Wohnkosten. Alternativ nimmst du die Jahrespauschale von 1.260 €. Und wer am Küchentisch oder in einer Arbeitsecke arbeitet, setzt die Tagespauschale an: 6 € pro Arbeitstag, maximal 1.260 € im Jahr.

Versicherungen

Die wichtigste Abgrenzung: Betriebsausgabe vs. Sonderausgabe.

Versicherungen machen über ein Drittel aller Kosten eines Betreuungsbüros aus. Aber Achtung — nicht alles davon gehört in die EÜR.

Das ist einer der häufigsten Fehler in der Praxis. Wer die Krankenversicherung als Betriebsausgabe bucht, riskiert bei einer Betriebsprüfung Nachzahlungen.

Betriebsausgabe → EÜR
VSH
75 €/Monat
Betriebshaftpflicht
48 €/Monat
KFZ-Versicherung
103 €/Monat
Rechtsschutz
40 €/Monat
266 €/Monat
Sonderausgabe → Anlage Vorsorge
Krankenversicherung
708 €/Monat
Pflegeversicherung
50 €/Monat
Rentenversicherung
429 €/Monat
BU-Versicherung
variabel
~1.187 €/Monat
Die „kleinen“ Posten — summiert
Software & IT110 €
Fortbildung69 €
Büromaterial64 €
Porto59 €
Telefon & Internet56 €
Verbände35 €
Zusammen393 €/Monat
Software & Fortbildung

Betreuungssoftware, Sachkunde und die Posten, die sich summieren.

Betreuungssoftware ist für die meisten Büros das größte laufende IT-Abo: BdB at work ab 26,50 € für Mitglieder, butler 21 ab 26,74 €, Karedo ab 19 €, BT-Professional ab 25 € — jeweils monatlich. Dazu kommen eBO-Kosten seit 2026 (18 bis 82 € monatlich), Buchhaltungssoftware und Microsoft 365. Insgesamt liegen die IT-Kosten bei rund 110 € im Monat — und sind seit 2019 um fast 39 Prozent gestiegen.

Für Fortbildung setzt ein etablierter Betreuer im Schnitt 50 € monatlich an: Fachseminare, BGT-Tagungen, Fachliteratur. Berufseinsteiger zahlen mit 168 € deutlich mehr — getrieben durch die Sachkundelehrgänge (270 Zeitstunden, typisch 2.600 bis 5.000 €).

Dazu kommen Porto (59 €/Monat), Telefon (56 €), Büromaterial (64 €) und Verbandsbeiträge (BdB 350 €/Jahr, BVfB 240–360 €/Jahr). Einzeln klein, zusammen rund 250 € im Monat.

Hardware wie Laptops, Monitore und Drucker kannst du seit dem BMF-Schreiben 2022 komplett im Anschaffungsjahr abschreiben — egal ob der Laptop 800 oder 1.500 € kostet.

DREI PRAXISBEISPIELE

Wie sich Betriebsausgaben je nach Karrierephase unterscheiden.

Drei typische Konstellationen, drei unterschiedliche Kostenstrukturen. Finde die Situation, die deiner am nächsten kommt.

DER GRÜNDER
Jan L.
1. Jahr selbstständig
Stufe 210 KlientenAufbauphase
überwiegend mittellos · viel Wohnung
Jahresumsatz brutto0 €
Betriebskosten (25 %)−0 €
Einkommensteuer + Soli−0 €
Kranken- & Sozialversicherung−0 €
Jahresgehalt netto
0 €
Netto pro Monat
0 €
Aufbauphase · bewusst nebenerwerbsnah kalkuliert
DIE ETABLIERTE
Anke B.
seit 7 Jahren
Stufe 228 KlientenMischportfolio
gemischt ~50/50 mittellos · vermögend · 60 % Wohnung
Jahresumsatz brutto0 €
Betriebskosten (25 %)−0 €
Einkommensteuer + Soli−0 €
Kranken- & Sozialversicherung−0 €
Jahresgehalt netto
0 €
Netto pro Monat
0 €
Vollauslastung · Steuer + SV werden zum Kernthema
DIE ERFAHRENE
Marie H.
seit 12 Jahren
Stufe 240 KlientenVollportfolio
gemischt ~55/45 mittellos · vermögend · 60 % Wohnung
Jahresumsatz brutto0 €
Betriebskosten (25 %)−0 €
Einkommensteuer + Soli−0 €
Kranken- & Sozialversicherung−0 €
Jahresgehalt netto
0 €
Netto pro Monat
0 €
Hohe Fallzahl · Steuer + SV sind der größte Block

Vereinfachte Schätzung auf Basis VBVG 2026, Durchschnittspauschalen, 20 % Betriebskosten, Grundtarif alleinstehend, freiwillig gesetzliche SV. Reale Werte können abweichen.

DAS COCKPIT

Deine Betriebsausgaben — geplant, erfasst, ausgewertet.

Das Betreuer Cockpit verbindet deine Ausgaben mit deiner Vergütung, deiner Steuer und deiner Liquidität. Alles an einem Ort.

Plan vs. Ist

Plane deine Kosten — und sieh, wie die echten Zahlen dagegen laufen.

Lege deine erwarteten Betriebsausgaben pro Kategorie an. Sobald du Belege erfasst oder Bankumsätze importierst, siehst du sofort, wo du im Plan liegst und wo Abweichungen entstehen.

Plan vs. Ist — April 2026Live
KategoriePlanIstDelta
KFZ300 €287 €−13 €
Büro525 €548 €+23 €
Versicherung266 €266 €0 €
Software110 €96 €−14 €
Gesamt1.201 €1.197 €−4 €
Letzte Transaktionen
Allianz VSH
15.03.2026
−32,50 €Versicherung · 6400
Shell Tankstelle
18.03.2026
−67,20 €KFZ-Betrieb · 6530
BdB at work
20.03.2026
−26,50 €Software · 6837
Deutsche Post
22.03.2026
−19,00 €Porto · 6800
SKR04-Zuordnung

Jede Ausgabe landet auf dem richtigen SKR04-Konto.

Du buchst eine VSH-Prämie — das Cockpit ordnet sie automatisch dem Konto 6400 zu. KFZ-Leasing auf 6560, Software auf 6837, Porto auf 6800. So hast du eine saubere SKR04-Zuordnung statt eines Schuhkartons voller Belege.

Live-EÜR

Deine Einnahmenüberschussrechnung — immer aktuell.

Nicht erst im März beim Steuerberater, sondern jederzeit: Einnahmen, Betriebsausgaben, Gewinn. Quartalsweise oder als Jahresübersicht. Als SKR04-Aufstellung für die Steuerberatung.

Mehr Details: Buchhaltungssoftware für Berufsbetreuer

EÜR 2026Stand: Juli 2026
Betriebseinnahmen83.076 €
– Betriebsausgaben−24.923 €
= Gewinn vor Steuer58.153 €
EÜR-AufstellungLive
Automatisch aktualisiert
Liquiditätsübersicht
Kontostand
24.500 €
Frei verfügbar12.800 €
Steuer-Rücklage7.200 €
SV-Rücklage4.500 €
Rücklagen

Weißt du, wie viel von deinem Kontostand schon vergeben ist?

Das Cockpit berechnet deine voraussichtliche Einkommensteuer und zeigt dir, wie viel du für Steuer und Sozialversicherung zurücklegen solltest. So erlebst du keine Überraschung bei der Nachzahlung.

Jetzt an der Beta teilnehmen
Alle Funktionen verfügbar · Keine Kreditkarte
NACH DEN BETRIEBSAUSGABEN

Betriebsausgaben sind nur die erste Schicht. Danach kommen Steuer, Sozialversicherung — und die Frage, wann das Geld überhaupt kommt.

Wenn du deine Betriebsausgaben von deinem Umsatz abgezogen hast, bleibt dein Gewinn. Aber Gewinn ist nicht gleich Netto. Davon gehen noch ab:

Einkommensteuer + Solidaritätszuschlag

Je nach Gewinnhöhe zwischen 14 und 42 Prozent Grenzsteuersatz. Bei einem Gewinn von 60.000 € zahlst du als Alleinstehender rund 15.000 € Einkommensteuer plus Soli.

Sozialversicherung

Als Selbständiger zahlst du KV und PV komplett selbst — kein Arbeitgeberanteil. Laut BdB-Warenkorb: 708 € KV, 50 € PV, 429 € RV. Zusammen knapp 1.200 €/Monat oder rund 14.400 €/Jahr.

Das Betreuer Cockpit zeigt dir genau diese Kette: Umsatz → Betriebsausgaben → Gewinn → Steuer → SV → dein Netto. Für dein eigenes Ergebnis: Zum VBVG-Rechner

Wann wird ein Anspruch zur Betriebseinnahme?

Für die EÜR gilt das Zuflussprinzip nach § 11 EStG: Eine Betriebseinnahme entsteht erst, wenn das Geld auf deinem Konto eingeht — nicht wenn du den Vergütungsantrag stellst und nicht wenn das Gericht ihn bewilligt.

In der Praxis bedeutet das: Du rechnest vierteljährlich über das Betreuungsgericht ab. Dann wartet dein Antrag auf Bearbeitung — oft ein weiteres Quartal oder länger. Die BdB-Stellungnahme an den NRW-Landtag (2024) dokumentiert: Verzögerungen von über sechs Monaten sind keine Seltenheit. Ausstehende Beträge werden nicht selten fünfstellig.

Q1
Arbeit geleistet
Klienten betreut, Kosten laufen
Q2
Antrag gestellt
Vergütungsantrag beim Gericht
Q3+
Auszahlung
Geld auf dem Konto — endlich
Gleichzeitig laufen deine Kosten weiter: Miete, Leasing, Software, Versicherungen — alles wird monatlich fällig. Als Gründer kann es sechs Monate dauern, bis die erste Auszahlung kommt. Bis zur Vollauslastung vergehen ein bis zwei Jahre.

Das heißt: Dein Anspruch gegenüber dem Gericht ist noch keine Einnahme. Deine Rechnung ist noch kein Geld. Und deine Liquidität hängt nicht davon ab, wie viel du verdienst — sondern wann es ankommt.

Wie du deine Liquidität als Berufsbetreuer planst und welche Rücklagen du brauchst, zeigen wir dir in unserem Leitfaden zur Liquiditätsplanung (in Kürze verfügbar). Im Betreuer Cockpit siehst du jederzeit, wie viel von deinem Kontostand frei verfügbar ist und was für Steuern und Sozialversicherung reserviert bleiben muss.

ACHTUNG

Die acht teuersten Fehler bei den Betriebsausgaben.

Fehler 1: Krankenversicherung als Betriebsausgabe gebucht.
KV, PV, RV und BU sind Sonderausgaben — sie gehören in die Anlage Vorsorgeaufwand, nicht in die EÜR. Bei einer Betriebsprüfung drohen Nachzahlungen.
Fehler 2: Kilometerpauschale bei überwiegend dienstlichem PKW.
Wer mehr als 50 Prozent beruflich fährt, hat notwendiges Betriebsvermögen. Die 30-Cent-Pauschale entfällt — das Finanzamt verlangt tatsächliche Kosten oder die 1-Prozent-Regel.
Fehler 3: Fahrtenbuch in Excel geführt.
Excel ist nicht manipulationssicher und wird vom Finanzamt nicht anerkannt. Am Ende bleibt die teurere 1-Prozent-Regel.
Fehler 4: Arbeitsecke als Arbeitszimmer deklariert.
Ein häusliches Arbeitszimmer muss ein abgeschlossener Raum sein. Wer am Küchentisch arbeitet, kann nur die Tagespauschale (6 €/Tag) ansetzen.
Fehler 5: GWG-Grenze 1.000 € angenommen.
Die geplante Anhebung wurde gestrichen. Es bleibt bei 800 € netto — für Berufsbetreuer ohne Vorsteuerabzug effektiv 800 € brutto.
Fehler 6: Smartphone über Digital-AfA in einem Jahr abgeschrieben.
Das BMF-Schreiben zur 1-Jahres-AfA gilt nur für Computer und Software — Smartphones haben weiterhin 5 Jahre Nutzungsdauer.
Fehler 7: Steuerberaterrechnung komplett als Betriebsausgabe.
Nur der betriebliche Teil (Anlage S, EÜR) ist absetzbar. Der private Teil (Mantelbogen, Anlage Kind) nicht. Aufteilung ist Pflicht.
Fehler 8: Aufbewahrungsfrist falsch — 10 statt 8 Jahre.
Seit 2025 müssen Buchungsbelege nur noch 8 Jahre aufbewahrt werden. Die alte 10-Jahres-Frist gilt nur noch für Handelsbücher und Jahresabschlüsse.
HÄUFIGE FRAGEN

Noch Fragen zu Betriebsausgaben?

Welche Betriebsausgaben kann ich als Berufsbetreuer absetzen?

Die wichtigsten Posten sind KFZ und Fahrtkosten, Büro oder Homeoffice, die Vermögensschadenhaftpflicht, Betreuungssoftware, Telefon und Internet, Fortbildungen, Verbandsbeiträge, Porto und Bürobedarf sowie Steuerberaterkosten. Einen vollständigen Überblick mit Beträgen findest du in unserer Übersichtstabelle oben.

Ist ein Berufsbetreuer freiberuflich oder gewerbetreibend?

Freiberuflich. Der Bundesfinanzhof hat 2010 entschieden, dass Berufsbetreuer Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit nach § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG erzielen. Keine Gewerbeanmeldung, keine Gewerbesteuer, keine IHK.

Muss ich als Berufsbetreuer Umsatzsteuer zahlen?

Nein. Betreuungsleistungen sind nach § 4 Nr. 16 Buchst. k UStG umsatzsteuerbefreit. Aber: Du hast auch keinen Vorsteuerabzug. Alle Betriebsausgaben rechnest du brutto.

Gehört die Krankenversicherung zu den Betriebsausgaben?

Nein. Kranken-, Pflege-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung sind Sonderausgaben und gehören in die Anlage Vorsorgeaufwand — nicht in die EÜR. Das ist einer der häufigsten Fehler.

Kann ich mein Homeoffice als Berufsbetreuer absetzen?

Ja. Entweder über die Tagespauschale (6 € pro Tag, maximal 1.260 €/Jahr), über die Jahrespauschale (1.260 € bei abgeschlossenem Arbeitszimmer) oder über die tatsächlichen anteiligen Kosten, wenn das Arbeitszimmer der Mittelpunkt deiner Tätigkeit ist.

Wie setze ich mein Auto als Berufsbetreuer ab?

Bei einem Privat-PKW mit überwiegend privater Nutzung: 30 Cent pro dienstlich gefahrenem Kilometer. Bei überwiegend beruflicher Nutzung (über 50 Prozent): Fahrzeug ins Betriebsvermögen und entweder 1-Prozent-Regel oder Fahrtenbuch. Die Entfernungspauschale (38 Cent ab 2026) gilt nur für Fahrten zum externen Büro.

Was kostet ein Betreuungsbüro im Monat?

Laut BdB-Warenkorb-Studie liegen die reinen Betriebsausgaben einer Solo-Praxis mit Büro bei rund 1.300 € monatlich. Dazu kommen Kranken- und Sozialversicherung (ca. 1.200 €) und Einkommensteuer. Die Gesamtkosten sind seit 2019 um rund 19 Prozent gestiegen.

Brauche ich als Berufsbetreuer einen Steuerberater?

Pflicht ist es nicht, aber empfehlenswert. Ein Steuerberater kostet für EÜR und Anlage S typischerweise 800 bis 1.500 € im Jahr als Festpreis. Er stellt sicher, dass du keine Abzüge vergisst und die Abgrenzung zwischen Betriebsausgaben und Sonderausgaben stimmt.

Deine Betriebsausgaben im Griff.

Du weißt jetzt, was du absetzen kannst. Das Betreuer Cockpit hilft dir, es auch zu tun — mit automatischer Kategorisierung, SKR04-Zuordnung und einer EÜR, die ganzjährig aktuell bleibt.

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Rechtshinweis: Die Angaben in diesem Leitfaden dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine steuerliche Beratung. Für eine rechtsverbindliche Auskunft wende dich bitte an deine Steuerberatung. Stand: Juli 2026.
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